Eine Flexible Frau: Film zu Berlin, Arbeitsverhältnissen und Gender

 

eine-flexible-frau_coverTatjana Turanskyj, D 2010, 97 min
http://www.filmgalerie451.de/filme/eine-flexible-frau/

Greta (Mira Partecke), 40, eine Frau in Berlin mit einer postmodernen, brüchigen Architektinnenbiografie, verliert ihren Job. Sie scheint nun eine Frau ohne Auftrag zu sein. Wie Don Quichotte kämpft sie gegen unheimliche Mächte an: ihren Sohn, den Bewerbungscoach, die verhinderte Architektur des neuen Berlins und nicht zuletzt gegen die eigene Paranoia und Statusangst.

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Die erste Inspiration für meinen Film war Richard Sennets Buch „Der flexible Mensch“. Sennet beschreibt die harten Veränderungsanforderungen des postmodernen Kapitalismus an das Individuum. Diese Grundtatsache aktueller gesellschaftlicher Entwicklung wollte ich mit der speziellen Situation von Frauen verknüpfen und die Frage aufwerfen, in wieweit das propagierte Bild der „modernen emanzipierten Frau“ nichts weiter ist als eine Affirmation an den derzeitigen Status Quo, eine „konservative Emanzipation“. Den eher affirmativen Frauenfiguren – der Stadt der Frauen – steht meine Heldin gegenüber. Sie ist eine Kritikerin und Zweiflerin, die vergeblich versucht, sich den Verhältnissen anzupassen, ohne dabei ihre Autonomie und Würde zu verlieren. Ihr wird aber deutlich gemacht, dass dies so nicht mehr zu schaffen ist – der Preis der Anpassung wäre die Aufgabe ihrer kritischen Haltung der Welt gegenüber. (Tatjana Turanskyj zu ihrem Spielfilm EINE FLEXIBLE FRAU )

 

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