CV

Bianca Ludewig, MA Europäische Ethnologie:

Bianca_Wien April 2017-22

Bianca Ludewig ist Kulturanthropologin, Musikjournalistin und Radio-Aktivistin. Studium der Ethnologie und Philosophie an der Universität Hamburg. 2009 BA Ethnologie – „Urbane Markierungen als räumliche Interventionspraxis“. 2009-2012 Masterstudium Europäische Ethnologie an der Humboldt Universität Berlin. MA Europäische Ethnologie – „Utopie und Apokalypse in der Popmusik“.

Seit 2012 ist sie Doktorandin an der Universität Innsbruck und war von 2012-2015 im DoktorandInnenkolleg „Figuration Gegenkultur“. Ihr Dissertationsthema trägt den Arbeitstitel: „Transmediale Festivals – kulturelle Praktiken zwischen Musik, Kunst und Prekarität“. Seit 2015 Lehrtätigkeit an der Humboldt Universität. Seit 2016 prae doc Universitätsassistentin an der Universität Wien, Institut für Europäische Ethnologie.

Forschungsschwerpunkte

  • Popkultur und Popmusik
  • Festivalforschung und Szeneforschung
  • Stadtforschung
  • Prekarisierung
  • Ethnografische Forschungsmethoden

Lehrveranstaltungen

      • Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie:
        2016/2017, Universität Wien/ Institut für Europäische Ethnologie

      • Berliner Szenen – kulturelle Praktiken zwischen Musik, Kunst und Prekarität:
        2016/2017, Humboldt Universität / Institut für Kulturwissenschaft

      • Club Culture und Festivals – Praktiken, Diskurse, Methoden:
        2015/2016, Humboldt Universität / Institut für Musikwissenschaft  

      • Studying Popular Music:
        WS 2015/ 2016, Humboldt Universität/ Berlin Perspectives

      • Europe’s Nightlife Capital? Electronic Music and related Events in Berlin:
        2015, Humboldt Universität/ Berlin Perspectives

      • Widerstand in der Popkultur? Das Populäre als Ort sozialer Auseinandersetzung: 2011 und 2012, Humboldt Universität, Institut für Europäische Ethnologie

Promotionsprojekt

In meiner Dissertation untersuche ich Festivals eines neuen Typs. Ihre Besonderheit liegt im Zusammenbringen von Musik mit anderen Künsten, Technologien und Diskursen. Hier wird eine Idee über multiple Medien und Künste kommuniziert, deshalb bezeichne ich die Festivals als transmedial. Die urbanen Festivals sind Orte der Sichtbarwerdung von Kulturtechniken, Lifestyles, Szenen, Soundwelten, Medien, Technologien, Diskurs-Hierarchien, Eventisierung, Kosmopolitismus, prekären Arbeitsverhältnissen, Ökonomisierungs- und Glokalisierungsprozessen. Für diese Festivals sind Projekt- und Netzwerkstrukturen charakteristisch. Die Festivals befinden sich im Spannungsfeld zwischen spielerischem Experiment und der Kommodifikation von Erfahrung und Erlebnis, prekärer Arbeit und Marketingstrategien. Ich untersuche die transmedialen Festivals als Wirklichkeitsausschnitte der Spätmoderne und nehme ihre Praktiken, Materialitäten und Organisationsstrukturen in den Fokus. Es soll aus ethnografischer Perspektive aufgezeigt werden, welche Gegenwartskultur die Festivals repräsentieren, welche Gemeinschaften sie ermöglichen und welche Rolle Musik in dieser transmedialen Verknüpfung spielt. Meine Forschung folgt dem Entwurf einer Multi-Sited-Ethnography, die Analysen, Raumkonzepte und Ortsbestimmungen dem globalen Kapitalismus entsprechend neu denkt und in das Forschungsdesign miteinbezieht.

Mitgliedschaften & Netzwerke

      • IASPM D-A-CH
        International Association for the Study of Popular Music –
        deutschsprachiger Zweig
        http://iaspm-dach.net
      • ROSAlumni e. V.
        Ehemalige StipendiatInnen der Rosa-Luxemburg-Stiftung                                   www.rosalumni.net
      • female:pressure – international network of female identifing artists and activists in the fields of electronic music and digital arts
        www.femalepressure.net