Reclaim Club Culture@Chaos Communication Congress: 34C3 Tu Wat! Leipzig 27.12.-30.12.2017

Der Kongress des Chaos Computer Club sollte gemeinhin bekannt sein. Beim 34. Kongress, der nach Hamburg/ Berlin/ Hamburg aus Platzgründen nun erstmalig in Leipzig stattfand, kamen 15.000 Besucher*innen. Der Kongress ist bei dieser Größe das entspannteste Event dieser Art, welches mir bekannt ist. Bis auf einige Technik-Sponsoren ist der Kongress selbstfinanziert und selbstverwaltet, was ihn neben den Inhalten, zu etwas Besonderen macht. Aber Technik alleine kann die Probleme der Gegenwart nicht lösen, daher steht auch die Vernetzung mit ganz unterschiedlichern Aktivist*innen und kulturellen/ künstlerischen Hackern auf der Agenda, wie auch 1Komona, unsere Assembly findet: „travellers and activists gather here to share methods on self-empowerment & collaboration, social hacking, communication guerilla, creative action, rave & situation. Its about the power of solidarity and collaboration beyond time and space to face upcoming challenges and overcome supression and the whole old force. We reckon this chaos competence centre as a shared space for knowledgedrafting and blueprinting, 1 homezone, physical and social structure and a growing network. Connect to create and expand a culture that’s capable of putting up a fight and gives its inhabitants a sense of purpose, selfworth, usefulness, care. + chaosmagic.“

c34

Der  Verbund Reclaim Club Culture war erstmals beim 34. Chaos Communication Congress dabei, wir finden CCC sollte auch für Critical Club Culture stehen. Unter dem Dach der neuen Assembly 1Komona, welche für Kreative Aktion und Wissensaustausch steht sowie mit Club Kultur verbunden ist, hat Reclaim Club Culture am 27.12.2017 einen Dome zum Thema bespielt: „we are a bunch of clubcollectives and uncommercial Partymakers, mostly from Berlin and Brandenburg, but we just connectes with ppl. from hamburg, bremen, nürnberg and leipzig. We would like to connect even more“. Reclaim Club Culture hatte sich beim Hedonisten Kongress 2016 gegründet und unser Kollektiv Meetup Berlin ist auch punktuell bei RCC aktiv. Wir – Lukas Fakegruber und Jukebox Utopia – wollten den Hedonismus und andere Selbstverständnisse im Rave kritisch beleuchten und mit Kongress Besucher*innen ins Gespräch kommen:

Kann Hedonismus überhaupt politisch sein? Handelt es sich nicht vielmehr um ein neoliberales Dilemma: Intensivierung der Freizeit als real existierende Freiheit? Eroberung von (Club-)Räumen als Gentrifizierung und Kapitalisierung? Warum sind Raves trotzdem interessant? Und sollte die Wi34c3-tuwat.1e4e25cssenschaft nicht eher die Klappe dazu halten? Ja, Nein, warum nicht? Welches (nicht-)philosophische, (nicht-)politische Denken produzieren Raves? Handelt es sich bei den vielbeschworenen Praktiken im und durch den Club tatsächlich um eine spezifische Club-Kultur? Oder ist Raven und Clubbing kaum mehr als eine Erweiterung von Networking-Aktivitäten im Einverständnis mit neoliberalen Idealen? Welche Erfahrung ermöglicht die Club-Kommunalität denn konkret, mit all ihrer Offenheit und Oberflächlichkeit im Zusammenspiel mit Musik? Können Sounds radikal sein? Gibt es das Audio-Soziale? Wie und wann? Was tun?

Wir haben als Dokumentation einen fanzine-artigen Reader mit Text-Schnipseln erstellt, Texte die wir inspirierend fanden.

Reader für die Session findet sich hier:

http://menschmeier.berlin/soundradikalitaet_und_clubkommunalitaet.pdf

Lukas hat vor 9 Jahren das Shituationist Instiute mitbegegründet, wo er sich mit anhägigen Fragestllungen zu Rave auseinandersetzt: https://si-blog.net/

Wie immer wurde das Hauptprogramm des Kongresses gestreamt und videoarchiviert:

https://media.ccc.de/c/34c3

Es war toll dabei gewesen zu sein, beim 34c3. Ich hoffe sehr, dass viele neuen Ideen und Verbindungen entstanden sind und in naher Zukunft Früchte tragen werden.

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